Präventionskampagne „Luisa ist da!“

Veröffentlichungsdatum03.07.2026Lesedauer2 MinutenKategorienAllgemein, Presse
Eine Gruppe von Menschen, die Plakate hochhalten

Stadträtin Katrin Auer (l.) Referentin Margit Schönbauer vom Gewaltschutzzentrum Linz (2.v.l.), und Gemeinderätin Judith Ringer (r.) mit Schulungsteilnehmer:innen aus der Gastronomie.

Stadt Steyr bietet Schulung für Kooperationsbetriebe

Für Betriebe aus der Steyrer Gastro- und Veranstaltungsszene, die sich an der Präventionskampagne „Luisa ist da!“ beteiligen möchten, bietet die Stadt Steyr Schulungsangebote. Auf Initiative des Frauenausschusses der Stadt und Stadträtin Katrin Auer wird die Kampagne, die bereits in Graz und Linz erfolgreich läuft, nach Steyr geholt. Am 2. Juli 2026 nahmen bereits einige Akteure aus Steyr die Chance auf eine erste Schulung im Amtsgebäude Reithoffer wahr.

Luisa ist da! ist ein Angebot für Mädchen und Frauen, die sich sexuell belästigt oder bedroht fühlen und sich aus einer unangenehmen Situation befreien möchten. Ziel ist es, Mädchen und Frauen bei Veranstaltungen und beim nächtlichen Feiern zu schützen. Weil es manchmal aber gar nicht so einfach ist, um Hilfe zu fragen oder sich rasch zu erklären, gibt es das Codewort Luisa. In verschiedenen Lokalitäten und Einrichtungen aus der Gastronomie, Partyszene, Einzelhandel, Bildungsbereich und Einrichtungen des öffentlichen Lebens unterstützt Luisa Betroffene von sexualisierter, körperlicher, und/oder verbaler Gewalt.

Von der Stadt zur Verfügung gestellt werden außerdem Plakate, die zum Thema K.O.-Tropfen sensibilisieren und die in Lokalen und Veranstaltungslocations aufgehängt werden können. 
 Mit der Frage: „Ist Luisa hier?“ wenden sich Menschen, die sich unsicher, belästigt oder bedroht fühlen, an die Mitarbeiter:innen des Betriebes. Der Code ermöglicht eine möglichst einfache und rasche Kontaktaufnahme, die ohne weitere Ausführungen auch in lauter Umgebung möglich ist. Die Frage nach Luisa zeigt dem geschulten Personal, dass jemand Hilfe benötigt.

Mit einem „Ja“ wird vermittelt, dass die Frage verstanden wurde.

LUISA-Beauftragte bringen die betroffene Person an einen ruhigen Platz und in Sicherheit vor der belästigenden Person. Sie stellen keine unangenehmen Fragen, sondern hören zu und erkundigen sich, was gebraucht wird, zum Beispiel: Taxi bestellen, Tasche und/oder Jacke von einem Tisch holen, Freund:innen anrufen oder die Polizei anrufen. Das Ziel ist es, die betroffene Person aus der Notsituation zu bringen. LUISA-Beauftragte begeben sich dabei nicht selbst in Gefahr und können sich notfalls selbst Unterstützung holen. Der Fokus liegt auf der belästigten Person, nicht auf der belästigenden.