Gewitterfront legt Bahnstrecke zwischen St. Valentin und Kleinreifling lahm

Veröffentlichungsdatum01.06.2026Lesedauer1 MinuteKategorienAllgemein, Presse, ...
Eine Gruppe von Bussen, die nachts parkten

Stadtbetriebe Steyr unterstützten bei Evakuierung eines Regionalzugs und Einrichtung eines Ersatzverkehrs

ST. VALENTIN / STEYR. Am vergangenen Sonntag, 31. Mai, zog gegen 17 Uhr eine Gewitterzelle mit teils heftigen Sturmböen über die Bezirke Steyr, Linz-Land und Amstetten. Im Streckenabschnitt zwischen St. Valentin und Ernsthofen stürzte dabei ein Baum unmittelbar vor einer herannahenden S-Bahn-Garnitur in die Fahrleitung und begann zu brennen. Während die alarmierten Einsatzkräfte eine Evakuierung des Zugs vorbereiteten, wurden auch die Stadtbetriebe Steyr kontaktiert und um Unterstützung gebeten. „Kurz nach 17 Uhr erhielt ich den ersten Anruf der Österreichischen Bundesbahnen, in dem eine Unterstützung bei der Zugsbergung und Einrichtung eines Ersatzverkehrs erbeten wurde“, so Georg Stimeder, Betriebsleiter des städtischen Verkehrsbetriebs. Nur 31 Minuten nach dem Telefonat zwischen ÖBB und Stadtbetrieben stand Stimeder mit dem ersten Gelenkbus im Bahnhof Ernsthofen bereit, um einen Pendelverkehr zwischen den Bahnhöfen einzurichten. Auch die rund 80 Passagiere der evakuierten Zugsgarnitur konnten gut und sicher nach St. Valentin und Steyr gebracht werden. Binnen kürzester Zeit gelang es den Stadtbetrieben, weitere Busse in St. Valentin bereitzustellen. Bis Mitternacht waren die Busse durchgehend zwischen St. Valentin, Garsten und Kleinreifling im Einsatz, um alle Fahrgäste gut und sicher ans Ziel zu bringen. „Die Abstimmung zwischen ÖBB Leitzentrale, Einsatzleitung vor Ort und unserem Verkehrsbetrieb funktionierte dabei ausgezeichnet“, sagt Stimeder. Einen besonderen Dank möchte Stimeder nicht nur allen Einsatzkräften, sondern auch den eigenen Mitarbeitern aussprechen: „Diese sind nach meinem Anruf teilweise vom Esstisch aufgesprungen und haben sich bis spät nachts in den Bus gesetzt. So ein Einsatz ist nicht selbstverständlich“.

Bis Betriebsende konnten die Stadtbetriebe knapp 1300 Fahrgäste entlang der Rudolfsbahn transportieren. Die ÖBB-Reisenden zeigten sich positiv erfreut von der raschen und reibungslosen Durchführung des Ersatzverkehrs.